Builder-Serie · Teil 01 · 23. August 2026 · 10 Min.

20 Jahre stand hinter jedem meiner Produkte ein Entwicklerteam. Diesmal nicht.

Am 15. Juni begann ich abends mit einem Experiment. Heute läuft daraus ein Webprodukt mit Datenbank und Automatisierung. In dieser Serie zeige ich, wie weit ich als Nicht-Entwickler mit AI komme und was dabei schiefgeht.

Am 15. Juni 2026 um 22:33 Uhr mache ich den ersten Commit für wir-waren-da.info. Fünf Tage später steht die erste Version im Netz. Am 23. August sind 979 Familienhotels aus 23 Ländern live.

Zum ersten Mal seit rund 20 Jahren baue ich ein digitales Produkt ohne Entwicklerteam.

Ich bin First Generation Internet und baue seit jeher digitale Produkte, aber ich bin kein Entwickler. Ich bin Co-Founder und Co-CEO von STADTSALAT und Mitgründer von Protofy. Meine Rolle war über all die Jahre dieselbe: Probleme verstehen und Produkte definieren. Die Ideen habe ich dann gemeinsam mit Entwicklern umgesetzt.

Dieses Mal wollte ich wissen, wie weit ich alleine komme. Ob am Ende ein vollständiges Produkt steht und im echten Betrieb läuft. Eine Datenbank und automatisierte Abläufe gehören dazu. Und ob ich noch nah genug dran bin, um beim State of the Art im Webdevelopment mitreden zu können.

Angefangen hat das Ganze allerdings nicht am Rechner, sondern im Familienurlaub.

01

Wie ich zum Familienhotelpapst wurde

Seit wir Kinder haben, machen wir anders Urlaub. Wie sich eben so vieles mit den Kleinen verändert.

Früher waren wir backpacken oder sind einfach losgefahren. Wo wir schlafen, haben wir unterwegs entschieden. Große Hotels, Halbpension? No way, ohne mich.

Mit unserem ersten Kind und Hund haben wir noch mal einen Roadtrip von Hamburg nach Kroatien gemacht. Das war cool, zuweilen aber auch anstrengend. Ferienwohnungen im Ausland, die nicht auf kleine Kinder ausgerichtet sind, tragen ebenfalls nur begrenzt zur Erholung bei.

Auf dem Rückweg wollten wir uns deshalb noch ein paar Tage Hotel gönnen. Meine Frau hatte das Feuerstein in Südtirol rausgesucht, weil es dort noch ein Last-Minute-Offer gab.

Kinderhotel, ohje. Naja, let’s try.

Dann kamen wir an. Spielplätze, Kreativwerkstatt, Matschraum, Fine Dining und Infinity-Pool, alles an einem Ort. Okay. 500 Euro pro Nacht. Dafür haben wir früher zu zweit einen ganzen Urlaub gemacht.

Nach kurzer Zeit dachten wir: Wow, das ist richtig geil.

Wir konnten die Kinder einfach mal laufen lassen, ohne permanent das Gefühl zu haben, Oma Erna beim Abendessen den Abend zu vermiesen. Für uns war das unglaublich entspannend. Auf der Rückfahrt stand fest: Solange die Kinder klein sind, wollen wir so Urlaub machen. Nur noch so!

Blick über das Feuerstein in Südtirol: Naturbadesee, Chalets und Terrasse, dahinter das Tal
Feuerstein, Südtirol: der Urlaub, mit dem alles anfing. Eigenes Foto.

Zwischen 10 und 20 Familienhotels haben wir inzwischen besucht. Ich kenne gefühlt die Top 100 auswendig und führe natürlich eine Liste mit den Hotels, die wir noch besuchen wollen. Natürlich. Wer mich kennt, weiß, dass es irgendwann eine Liste geben musste.

Das hat sich im Freundeskreis herumgesprochen. Seitdem bin ich so etwas wie der Familienhotelpapst. Ich seziere und strukturiere gerne alles und will die DNA dieser Hotels verstehen. Selbst Freunde, die ich im Urlaub kennengelernt habe, schreiben mir bei WhatsApp und fragen nach Empfehlungen. Ich dränge mich da auch gerne auf :D

Eine Woche in einem guten Kinderhotel kostet 3.000 bis 5.000 Euro oder mehr. Für viele Familien ist das DER große Urlaub des Jahres. Wenn man so viel Geld ausgibt, soll es auch wirklich geil sein. Passt das Hotel nicht, sind Geld und Erholung weg. Abgefuckt ist man dann noch dazu.

Nur hilft die Suche im Netz erstaunlich wenig. Auf Booking, TripAdvisor und Co. fehlen viele dieser Hotels oder sie sind schlecht einsortiert. Die Spezialportale haben oft weniger Auswahl, dünne Informationen oder eine Usability, die bei der Entscheidung kaum weiterhilft.

Also beginnt die Handarbeit. Ab welchem Alter gibt es Betreuung? Wie warm ist der Pool? Was sagen Gäste auf mehreren Portalen? Gibt es Buffet oder wird serviert? Reichen die Indoor-Spielmöglichkeiten? Passt das Hotel zu einer Familie, die Ruhe sucht, oder zu einer, die jeden Tag Programm will?

Am Ende sind mehrere Tabs offen und im Kopf entsteht eine Tabelle. Oder direkt in Excel, so wie bei mir :D

02

Aus einem Blog wird ein Produkt

Mein erster Plan war überschaubar: ein Blog mit ein paar Erfahrungsberichten. Ich wollte unsere Aufenthalte aufschreiben und die Links verschicken, wenn wieder jemand aus dem Freundeskreis nach einem Hotel fragt.

Parallel beschäftigte mich AI seit zwölf Monaten sehr intensiv. Ich wollte schon länger ein Produkt vibe-coden. Nach Jahren des Managements und Fundraisings hatte ich wieder richtig Bock, selbst etwas Neues zu bauen und zu kreieren. Abends, am Wochenende und parallel zu STADTSALAT. Alleine, nur für mich. Ohne Abstimmungsrunden und ohne ein Team, das ich erst mitnehmen musste. Machen im stillen Kämmerlein.

Protofy, unsere Award-winning Softwareschmiede, habe ich mitgegründet. Operativ bin ich dort seit Langem leider nicht mehr aktiv. Mich hat deshalb auch interessiert, ob ich technisch wieder näher an das herankomme, womit sich unsere Entwickler jeden Tag beschäftigen.

Ich glaube inzwischen, dass die Grenze zwischen Business und Entwicklung deutlich unschärfer wird. Als eher produktgetriebener Mensch kann ich plötzlich selbst erstaunlich weit kommen. Umgekehrt bekommen technische Leute immer mehr Möglichkeiten, ein komplettes Produkt alleine zu bauen.

Ich werde dadurch kein besserer Entwickler als ein guter Entwickler. Ob eine Architektur langfristig funktioniert und welche Abkürzung sich in drei Jahren rächt, beurteilt man aus Erfahrung. Für Systeme mit echten Nutzerzahlen braucht es klare technische Verantwortung, erst recht, wenn darüber Zahlungen laufen oder die Sicherheit der Nutzer dranhängt. Wenn es ernst wird, will man Profis wie unsere Entwickler bei Protofy. Mein Projekt hier ist die Spielwiese eines Einzelnen.

Für mein Experiment gab es deshalb eine klare Regel: One-Man-Show.

Aus dem Blog wurde ziemlich schnell mehr. Ein Fragebogen mit acht Fragen sortiert die Hotels nach Passung. Passung und Bewertung sind zwei verschiedene Dinge. Ein sehr gutes Hotel kann für deine Familie trotzdem die falsche Wahl sein.

Dazu gibt es ein Verzeichnis mit allen Hotels, Filterfunktionen und Kartenansichten. Ich will alle Hotels erfassen und bewerten, sinnvolle Informationen bereitstellen und die Angebote systematisch vergleichbar machen.

Screenshot der Startseite von wir-waren-da.info auf dem Handy
Screenshot des Fragebogens: Frage 1 von 8, Wohin zieht es euch?
Screenshot des Hotel-Verzeichnisses von wir-waren-da.info
wir-waren-da.info, Stand 22. August: Startseite, Fragebogen und Verzeichnis. Screenshots ungestellt aus der Live-Seite.

Ich wusste also ziemlich schnell, was ich bauen wollte. Das Problem war nur: Den Stack dafür konnte ich zu Beginn kaum bedienen.

03

Vom ersten Commit zum laufenden Produkt

Ich arbeite mit Claude Code in Visual Studio Code, meiner Entwicklungsumgebung. Die Anwendung basiert auf Next.js, Supabase und Vercel. Vor dem Projekt beherrschte ich keine dieser Technologien oder hatte nur rudimentäre Kenntnisse. Auch GitHub hatte ich selten genutzt.

Inzwischen geht jeder Push auf den Hauptzweig automatisch live. Datenbanktabellen, Migrationen und Deployments mache ich selbst, unterstützt von AI. Dinge, für die ich früher ein Entwicklerteam gebraucht hätte, liegen plötzlich direkt vor mir.

Zuhause steht ein Mac Studio an einem großen Bildschirm, daneben nutze ich ein MacBook. Die Mac-Umgebung kann ich klar empfehlen, weil alles ohne Gefrickel zusammenspielt. Ich arbeite am großen Setup und kann auf dem MacBook direkt weitermachen.

Marcus an seinem Schreibtisch: Mac Studio mit großem Bildschirm, MacBook mit wir-waren-da.info, Mikrofon und Kamera
Mein Setup zuhause: Mac Studio, großer Bildschirm, MacBook. Auf dem Screen läuft gerade dieser Artikel.

Dazu kommen mehrere MCPs. Das sind Andockstellen, über die die AI direkt andere Tools benutzen kann. Mobbin liefert UI-Referenzen, shadcn UI-Komponenten und Higgsfield unterstützt bei der Bild- und Videogenerierung. Je nach Aufgabe nutze ich verschiedene Modelle und eigene Skills. Das sind wiederverwendbare Anweisungen und Abläufe für konkrete Aufgaben.

Über das Setup, die MCPs, Modelle und Skills könnte ich wahrscheinlich einen eigenen Artikel schreiben.

Interessanter finde ich aber fast, was passiert, wenn ich gar nicht am Rechner sitze.

Die Maschine

läuft auch, wenn ich schlafe

In der Cloud rund um die Uhr

  • Hotels finden alle 3 Tage, Region für Region
  • Stammdaten nachfüttern stündlich · 30 Felder pro Hotel
  • Urteile formulieren jede Zahl gegen Quelldaten geprüft
  • Bewertungen abgleichen 4 Portale
  • Pressebilder anfragen Upload-Portal mit Rechte-Checkbox

Auf meinem Rechner Auto-Team, 3× täglich

  • Scannen & testen Web-Entwicklungen · Desktop + Handy
  • Vierer-Panel macht aus Ergebnissen konkrete Tasks
  • Bauen & deployen UX, Code, Test · Ping in Slack

Ich morgens, mit Kaffee

  • Lesen, was passiert ist
  • Änderungen prüfen
  • Entscheiden, was bleibt Feedback per WISPR eingesprochen

Alle drei Tage sucht eine Routine Region für Region nach weiteren Familienhotels. Eine stündliche Routine füttert Stammdaten nach. Pro Hotel gibt es 30 Felder, vom Betreuungsalter bis zur Pooltemperatur. Die Informationen stammen von der Website des Hotels oder aus anderen Quellen.

Weitere Routinen formulieren Urteile und prüfen, ob jede Zahl im Text in den Quelldaten steht. Bewertungen von vier Portalen werden abgeglichen. Hotels erhalten automatisch Anfragen nach Pressebildern. Dafür gibt es ein Upload-Portal mit Rechte-Checkbox. Dieser Teil ist noch halbwegs frisch.

Zusätzlich startet dreimal täglich ein Auto-Team auf meinem Rechner. Drei Routinen arbeiten nacheinander:

  1. Die erste scannt das Web nach interessanten Entwicklungen und testet die Seite auf Desktop und Handy.
  2. Ein Vierer-Panel bewertet die Ergebnisse und macht daraus konkrete Tasks.
  3. Die dritte Routine arbeitet die Tasks ab. Sie baut an UX und Code, testet, deployt und schickt mir einen Ping in Slack.

Wenn ich morgens nachsehe, liegt dort, was in der Zwischenzeit passiert ist. Ich prüfe die Änderungen und entscheide, was bleibt. Das System kann viel produzieren. Ob etwas gut genug ist und zum Produkt passt, muss weiterhin ich entscheiden.

Produkt- und Designfeedback spreche ich oft direkt über WISPR ein, ein Diktier-Tool von Sprache zu Text. So kann ich Gedanken schnell in einfacher Form abladen. Parallel steht inzwischen eine Agentenarmee bereit, die das Zeug auffängt. Künftig soll daraus ein richtiges Agentenmodell werden.

04

Wo meine Arbeit geblieben ist

Die Berichte zu Hotels, die wir selbst besucht haben, spreche ich frei ein. Ein Leitfaden mit 21 Fragen führt mich durch den Aufenthalt. Was war richtig gut? Was hat genervt? Für welche Familie passt das Hotel? Wer wird dort nicht glücklich?

Die Produktentscheidungen und die Marke liegen weiterhin bei mir. Den Ton setze ich ebenfalls, und ich gebe frei, was online geht. Meistens arbeite ich dabei noch mit Markdown-Dokumenten.

Der erste echte Aha-Moment kam mit dem Fragebogen. Ich hatte im Kopf, wie sich die Oberfläche anfühlen soll. Als die UI genau so funktioniert hat, fand ich das richtig geil.

Richtig gut fand ich auch, wie daraus die unterschiedlichen Bilder entstanden sind. Ein Winter- und ein Herbstmotiv verändern sich und ziehen sich durch die Folgefragen. Schön, dass das so aufgegangen ist.

Der zweite Moment war die Datenbank. Tabellen anlegen, echte Daten anbinden, Migrationen ausführen und anschließend eine laufende Anwendung deployen, das waren für mich bisher klassische Entwickleraufgaben. Auf einmal konnte ich selbst daran weiterarbeiten.

Einen großen Tiefpunkt gab es bislang nicht. Ich habe die Arbeit die ganze Zeit gefeiert. Was nervt, ist der dauernde Kampf gegen AI-Slop. Wenn man die Modelle lässt, entstehen austauschbare Texte und Oberflächen. Technisch funktioniert dann vieles, aber es fühlt sich nach AI an. Ein echter Fehler ist trotzdem passiert.

Am Morgen des 21. August zeigten 450 der damals rund 860 Hotelseiten statt der Seite nur eine Fehlermeldung, darunter einige der bekanntesten Häuser im Verzeichnis. Eine der nächtlichen Routinen hatte Zahlen als Text in die Datenbank geschrieben. Aus 80 wurde „ca. 80“, und der Code, der daraus Zahlen formatiert, stürzte ab. Mit AI war die Korrektur noch am selben Vormittag live. Seitdem fängt der Lesepfad solche Werte ab. Die Maschine, die nachts für mich arbeitet, macht eben auch nachts Fehler. Gemerkt habe ich es erst beim Kaffee.

Was sich dabei ziemlich verändert hat, ist meine eigene Arbeit. Ich verbringe weniger Zeit damit, überhaupt eine erste technische Umsetzung hinzubekommen. Dafür entscheide ich permanent Kleinkram: Stimmt die Quelle? Brauchen wir die Funktion? Sieht das gut aus? Klingt der Satz nach uns? Kann das live?

Geschmack, Priorität und Verantwortung kann ich nicht abgeben.

Gleichzeitig läuft alles viel schneller. Es gibt keine langen Abstimmungsprozesse und deutlich weniger Hürden, die man erst überwinden muss.

Dadurch bin ich auch schneller bereit, noch eine Iteration zu gehen. In normalen Prozessen kommt irgendwann der Punkt, an dem man anfängt, den Status quo zu verteidigen. Hier fühlt sich die nächste Änderung meistens so billig an, dass ich sie einfach noch ausprobiere.

Ich bin ohnehin großer Freund eines simplen Prinzips: einfach machen. Nichts ist für mich schlimmer, als alles in Excel zu modellieren, nicht vorwärtszukommen und sich in Detailannahmen zu verlieren.

Versteh mich nicht falsch, ich liebe Modelle. Man muss verstehen, wie alles ineinandergreift. Diskussionen um Kleinigkeiten ohne Feedback aus der realen Welt kosten aber extrem viel Energie.

Also raus damit. Keinen Schiss davor haben, was andere denken, und darauf vertrauen, dass sich für das nächste Problem eine Lösung findet. Kritisches Feedback gehört dazu und ist sogar richtig geil. Wenn man rot vor Scham wird und sich noch dafür schämt, was man gebaut hat, ist der perfekte Zeitpunkt erreicht, es zu veröffentlichen.

Das zerstörerischste Feedback von Menschen, die real abgefuckt sind, ist oft das wertvollste. Findet jemand eine echte Schwachstelle, kann ich sie beheben.

05

Die Rechnung nach gut zwei Monaten

Gut 450 Pull Requests sind inzwischen zusammengekommen. Ich habe 150 bis 200 Stunden investiert, abends und am Wochenende, parallel zu STADTSALAT.

Die Tool-Kosten liegen über zwei Monate bei rund 1.000 Dollar. Das ist kein schneller Wochenendhack. In dem Produkt steckt echte Arbeit.

Ein Produkt in diesem Umfang und dieser Qualität hätte ich vor fünf Jahren als One-Man-Show nicht bauen können. Heute schon. Als Agenturprojekt wären das damals gut 200 Personentage und ein Angebot im sechsstelligen Bereich gewesen. Daneben wirken die rund 1.000 Dollar + 150 Stunden fast absurd.

Ob daraus ein relevantes Produkt oder ein Geschäft wird, ist offen. Ich werde in diese Richtung sicherlich weiter experimentieren. Ein paar hundert Aufrufe und null Euro Umsatz sind noch kein Marktbeweis.

Unterwegs ist auch einiges schiefgegangen, und ich habe grässliches Feedback bekommen. Darüber schreibe ich im nächsten Artikel. Es gibt genug Material.

06

Was jetzt kommt

Zuerst muss ich die Lücken bei Content und Bildern füllen. Jedes Hotel braucht gute Stammdaten und vernünftige Bilder. Bestenfalls kommt ein schöner Erfahrungsbericht dazu.

Danach will ich ein AI-Interface bauen, mit dem du Reisen und Routen über mehrere Hotels planen kannst. Eine weitere Idee ist ein Premium-Produkt für Hotels.

Das technische Framework kann später auch für andere Special-Interest-Hotels funktionieren. Die Ideen für ein Geschäft liegen auf dem Tisch, und gebaut ist das Produkt so, dass daraus eins werden kann.

Ich werde es trotzdem nicht mit Gewalt dorthin prügeln. Der sichere Ertrag ist das Lernen. Alles, was darüber hinaus entsteht, ist Upside.

Bei über 900 Hotels gibt es viel Long Tail. Die inhaltliche Tiefe wird sich aus meiner Sicht auf 50 bis 100 relevante Hotels konzentrieren. Dafür will ich mit Content-Creators arbeiten, die selbst vor Ort waren und ihre Erfahrungen beitragen.

Die Frage, mit der ich angefangen habe, kann ich inzwischen für mich beantworten. Als Nicht-Entwickler komme ich mit AI bis zu einem vollständigen Produkt. Die Datenbank ist angebunden, die Abläufe sind automatisiert. Und das Ding läuft im echten Betrieb.

Die Technik ist nicht mehr der Engpass. Ob daraus etwas Relevantes wird, hängt am Inhalt und daran, ob Menschen das Produkt tatsächlich benutzen. Das Produkt muss sich ihr Vertrauen verdienen. Und der Betrieb muss von Grund auf AI-native sein.

Drei konkrete Bitten

  • Wenn du Content-Creator bist und Kinderhotels aus eigener Erfahrung kennst, melde dich.
  • Wenn du als Geschäftsführer ein Familienhotel führst, schau dir euren Eintrag an. Feedback und Korrekturen sind ausdrücklich erwünscht.
  • Wenn du Unternehmer bist und verstehen willst, wie das Setup funktioniert und ob du so etwas selbst bauen kannst, schreib mir.
moin@marcusberg.io

In den nächsten Teilen schreibe ich weiter über das Setup, die Fehler und die Frage, wie weit sich so ein Produkt als One-Man-Show betreiben lässt. Wenn dich das interessiert, begleite die Serie.

Marcus

Die Kurzfassung und die Diskussion dazu laufen auf LinkedIn. Widerspruch ist willkommen.

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